MEIN KAMERAEQUIPMENT AUF REISEN

Nach den ganzen Flugschnäppchen und Reisezielen gibt es heute mal einen etwas anderen Beitrag und der dreht sich um eines meiner größten Hobbys – das Fotografieren.

Wie vermutlich jeder Reisewütiger, halte ich meine Erlebnisse ebenfalls liebend gerne fest und teile sie noch lieber mit meiner Umgebung, ob ihr das jetzt passt, oder auch nicht ;)

Aber Urlaubsfotos können mehr als „nur“ schöne Erinnerungen sein. Sie können ein schönes Canvas werden und Deinem Wohnzimmer sommerlichen Flair verleihen, als Geschenk eignen sie sich auch gut oder, wie in meinem Fall, um meine Blog-Beiträge noch bunter zu gestalten und um Dir einen noch bessern Einblick in das zu vermitteln, von dem ich da so erzähle.

 

Also werde ich Dir heute mein Kameraequipment, welches bei mir niemals fehlen darf, vorstellen und Dich zusätzlich mit ein paar Tipps und Tricks versorgen, wie Deine nächsten, vermutlich eh schon traumhaften Urlaubsfotos vielleicht sogar noch ein bisschen schöner werden könnten.

Panorama Shot mit dem Smartphone
Panorama Shot mit dem Smartphone

Mein Equipment

Meine erste Kamera ist für keinen ein Muss, allerdings bin ich überaus glücklich mit ihr und sie begleitet mich schon seit geraumer Zeit auf meinen Reisen – meine Canon EOS 500D mit dem zugehörigen Canon EF-S 18-135mm Objektiv.

Ich habe schon sehr früh begonnen, mit einer Spiegelreflexkamera zu arbeiten. Bei meinem ersten Model handelte es sich noch um eine analoge Spiegelreflex, ebenfalls von Canon. Ja, das sind die, bei denen man noch den Film einlegen musste und erst nach dem Entwickeln wusste, ob es nun was geworden ist oder nicht ;)

Natürlich bringt eine digitale Spiegelreflexkamera ihre großen Vorteile. Zwar sehen die Bilder nicht mehr so Vintage aus, was auch seinen Charme haben kann, aber je nach Größe der Speicherkarte kann man ohne schlechtes Gewissen vor sich hinschießen und wenn Du nun fünf Anläufe brauchst, um das perfekte Bild zu kriegen, dann ist es auch egal. Denn, Du kannst es ja sofort löschen oder eben über tausend Bilder im digitalen Format mit Dir herumschleppen.

Ich bin kein großer Fan von technischen Daten und sämtliche langweilige Informationen, wie ich nun was einstelle. Ich weiß, wie ich meine Einstellungen für Nachtfotografie machen muss und was zu tun ist, wenn es mal schnell gehen muss, ansonsten bin ich eher die „Macherin“ und „Ausprobiererin“, als dass ich mich allzu lange mit den technischen Daten einer Kamera aufhalte. Enthalten möchte ich sie Dir trotzdem nicht.


Technische Daten Kamera:

  • Sensor Auflösung: 15,1 Megapixel
  • Sichtfeld-Crop-Faktor: 1,6
  • Integrierter Sensor zur Staubreduzierung
  • 9 Fokussierpunkte
  • Bildaufnahmeformate JPEG, RAW, RAW+JPEG
  • AV-Schnittstellen: Composite Video/Audio, HDMI
  • Filmlichtempfindlichkeit: ISO 6400, ISO 100-3200, ISO automatisch & ISO 12800
  • Belichtungsmesszonen: 35
  • Aufnahmeprogramme: Querformat, Hochformat, Nahaufnahme, Nachtportrait, Sportmodus
  • Spezialeffekte: Neutral, originalgetreu, einfarbig, Querformat, Portrait
  • Max. Verschlussgeschwindigkeit: 1/400 sec.
  • Min. Verschlussgeschwindigkeit: 30 sec.
  • Kamerablitz: Pop-up Blitz
  • Kontinuierliche Aufnahmegeschwindigkeit: 3,4 Bilder pro Sekunde
  • Selbstauslöser: 10 sec., 2 sec.
  • Display: 7,6 cm LCD-Display
  • Gewicht: 480g

Technische Daten Objektiv:

  • Hochwertiges und vielseitiges 7,5-fach EF-S-Zoomobjektiv mit 29-216mm Brennweitenbereich entsprechend KB-Format.
  • Optischer Bildstabilisator für eine bis zu vier Stufen längere Verschlusszeit.
  • Automatische Erkennung von Kameraschwenks und Stativbetrieb.
  • Naheinstellung von ca. 0,45m
  • UD- und asphärische Linsen.
  • Super-Spectra-Vergütung.
  • Kreisrunde Blende mit sechs Lamellen.

Natürlich könnte ich Dir, gerade zur Kamera, noch weitere Daten liefern, aber das sind für mich persönlich die wichtigsten.

Was mag ich an der Canon?

Sie ist robust und liefert ab, wenn ich es brauche. Ich fotografiere gerne die Bewegung des Meeres und da gibt es keine zweite Chance, um die Welle im perfekten Moment einzufangen. Genauso, wenn ich meine Hunde fotografiere. Die Canon gibt Farben kräftig und originalgetreu wieder und in Kombination mit dem Objektiv, hat sie einen ordentlichen Zoom. Schön ist das einfache Umschalten von automatische Scharfeinstellung zu manueller Scharfeinstellung am Objektiv.


Was mag ich nicht an der Canon?

Sie ist relativ schwer mit ihren fast fünfhundert Gramm, außerdem sind Nahaufnahmen nicht ihre Stärke. Bis zu einem gewissen Grad können tolle Aufnahme entstehen, dann bräuchte man allerdings ein anderes Objektiv.

Die zweite Kamera, die ich seid vorletztem Jahr nicht mehr aus der Hand geben möchte, ist meine GoProHero4 silver. Ich weiß, GoPro spaltet die Gemüter. Die einen finden sie überteuert und man bezahlt nur den Namen, für die anderen gibt es keine bessere Actionkamera und ich zähle mich zur zweiten Gruppe. Warum? Weil die GoPro mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen hat. Aber zunächst einmal die technischen Daten:


  • Sensor Auflösung: 12 Megapixel
  • Gewicht: 82g
  • Maximale Fotoauflösung: 4.000 x 3.000 Pixel
  • Automatischer Weißabgleich
  • Manueller Weißabgleich
  • Serienbildfunktion
  • Intervallfunktion
  • Besonderheiten: Superview-Funktion, Protune, Night-Photo, Night-Lapse, Foto+Video simultan
  • 4,5cm Touch-Display
  • WLAN
  • kostenlose Smartphone-App (inklusive Steuerung der Kamera)
  • kostenloses Bearbeitungsprogramm
  • Mini-USB-Anschluss
  • Micro-HDMI Anschluss
  • 170 Grad Bildwinkel
  • Videoauflösungen: 4K, 2,7K, 1440, 1080, 1080 SuperView, 960, 720, 720 SuperView & WVGA
  • Frames per second: 60, 48, 30 & 24

Soweit erst einmal die Grunddaten. Bei der GoPro habe ich mich tatsächlich bedeutend mehr eingearbeitet, als bei der Canon.

Was mag ich an der GoPro?

Die Handhabung ist einfach und man kennt sich schnell aus. Fotos, sowie Videos, haben eine Top-Auflösung. Man kann aus Winkeln und Positionen fotografieren und filmen, die bei der Canon bedeutend umständlicher wären. Die Unterwasseraufnahmen sind einmalig und auch die Nachtaufnahmen sind wunderschön. Egal ob Lichter in der Stadt oder Sternenhimmel, alles funktioniert einwandfrei mit der GoPro. Außerdem ist die GoPro klein, handlich und leicht. Man kann sie immer mit dabei haben. Egal ob Jackentasche, sogar Hosentasche, Handtasche oder Rucksack, alles funktioniert.

Als zusätzliches Zubehör habe ich die Schutzhülle mit austauschbaren Displayaufsatz (offen, wasserdicht in seichten Gewässern und wasserdicht bis zu 40m Tiefe). Außerdem die schwimmende Handle Bar, ein kleines Stativ, zwei kleine Klebehalterungen, das Hundegeschirr und die Stangenbefestigung, die sich z.B. gut zum Fahrrad fahren eignet.


Was gefällt mir an der GoPro nicht?

Da gibt es nur sehr wenig. Vielleicht die Option, eine noch längere Shutter-Zeit und einen noch höheren ISO für Nachtaufnahmen einstellen zu können. Außerdem man muss bei Aufnahmen im Schnee und Wasser gelegentlich darauf achten, dass kein Tropfen vor der Linse auf der Schutzhülle hängt, ansonsten bin ich rundum zufrieden.

 

Und zu guter Letzt: meine Handykamera. Ja, auch die muss mit dabei sein und hat mir schon oft den Arsch gerettet, wenn ich schnell eine Kamera brauchte, aber heutzutage können auch Handykameras schon so einiges. Ich besitze ein Huawei P8 Lite. Technische Daten Kamera:

  • Hauptkamera Sensor Auflösung: 13 Megapixel,
  • Autofokus
  • Maximale Fotoauflösung Hauptkamera: 4160 x 2336 Pixel
  • Frontkamera Sensor Auflösung: 5 Megapixel
  • Maximale Fotoauflösung Frontkamera: 3264 x 2448 Pixel
  • Besonderheiten: Zeitraffer, Wasserzeichen, All-Focus, diverse Filter
  • Blitz: LED-Blitz, Videolicht

Was mag ich an der P8 Lite Kamera?

Sie hat einen erstaunlich guten Zoom. Zwar sieht der Bildschirmausschnitt während der Aufnahme verschwommen aus, aber das Endergebnis ist jedoch ziemlich scharf. Sie gibt die Farben naturgetreu wieder und auch der Panorama-Modus lässt einen schnell das gesamte Bild einfangen. Auch Sonnenuntergänge lassen sich recht gut damit festhalten.


Was stört mich?

Die Kamera hat ein Problem mit Lichtverhältnissen bei Portraits. Wenn ich z.B. meinen schwarzen Hund Peanut bei relativ hellem Licht fotografiere, dann ist sein Gesicht kaum erkennbar und man muss bei Helligkeit und Kontrast nacharbeiten, außerdem ist die Kamera, so gut wie jede Handykamera bis jetzt, für Nachtaufnahmen nicht zu gebrauchen.

Wann benutze ich welche Kamera?

Meine Canon ist mir am liebsten, wenn ich Menschen fotografiere, Wellen, allgemeine Wasserbewegung oder Sonnenuntergänge.

Die GoPro ist natürlich für alle Unterwasseraufnahmen der absolute Favorit und auch der Weitwinkelmodus eignet sich z.B. sehr gut dafür, große Plätze in Städten aufzunehmen. Zusätzlich bevorzuge ich die GoPro, wenn es um unterschiedliche Perspektiven und Nachtaufnahmen geht. Zwar würde die Canon dafür auch einwandfrei funktionieren, noch besser, da sie sich bei ISO und Shutter-Zeit höher einstellen lässt, jedoch habe ich kein Stativ und keine Fernbedienung für meine Canon, welche für solche Aufnahmen dringend von Nöten sind. Warum? Dazu später.

Meine Handykamera ist immer dann zur Stelle, wenn ich sehr spontan etwas festhalten muss.


Tipps & Tricks für tolle Aufnahmen

Portraits & Nahaufnahmen

Bei diesen Fotos ist die Tiefenschärfe Dein wichtigstes Stilmittel. Je nachdem wieviel Tiefenschärfe Du einstellst, desto viel Bildausschnitt wird dir am Ende auch scharf angezeigt. Bei Portraits eignet sich sich natürlich am besten, wenn man nur den Kopf scharf erkennt und alles im Hintergrund nur verschwommen ist. Am einfachsten funktioniert das, wenn Du den Fokus auf das Auge deines Gegenübers legst, welches näher an Dir ist. Gleiches gilt für Nahaufnahmen in der Tier- und Pflanzenwelt. Wenn es sich um ein größeres Tier handelt, lege den Fokus ebenfalls auf die Augen, bei kleineren Tieren oder Pflanzen, fokussiere Dich auf den gesamten Körper, dann zoome heran, alles wird um das Tier/ die Pflanze herum unscharf werden und et voíla, Du hast deine wunderschöne Nahaufnahme. Für diese Aufnahmen verwende ich natürlich am liebsten meine Canon.


Bewegungsfotos & Sonnenuntergänge

Bei Fotos in denen eine Bewegung festgehalten werden soll, muss sich natürlich der Shutter sehr schnell schließen, um somit eine kurze Belichtungszeit bieten und ein scharfes Endergebnis zu erzielen. GoPro und Canon funktionieren beide hierfür sehr gut, wobei ich die Canon lieber für Wellenfotos benutze, da ich zoomen kann, was mit der GoPro nicht funktioniert.

Auch für Sonnenuntergänge funktionieren beide Kameras sehr gut, jedoch ziehe ich auch hier die Canon aufgrund des Zooms vor. Wichtig: Hier gilt, niemals den Fokus direkt auf die Sonne einstellen, da Dein Objektiv sonst, aufgrund des Lichts, kaputt gehen würde. Ich konzentriere mich auf einen Punkt neben der Sonne im Himmel und achte darauf, dass meine Umgebung trotzdem noch scharf ist. So bekommst Du traumhafte Bilder hin, vor allem mit der Spiegelung auf der Meeresoberfläche, wenn Du am Strand fotografierst. Oft ähnelt das Wasser flüssigem Gold.

Sonnenuntergang GoPro
Sonnenuntergang GoPro
Sonnenuntergang Canon
Sonnenuntergang Canon

Nachtaufnahmen - Stadt & SterneNachtaufnahmen - Stadt & Sterne

Hierfür sind drei Regeln wichtig, um schöne Fotos zu erhalten. Du brauchst ein Stativ und musst Deine Kamera mit einer Fernbedienung oder per Handy auslösen können, da Dir sonst Dein Bild verwackeln wird, durch den länger geöffneten Shutter. Um Lichter in der Stadt zu fotografieren, wie Gebäude, oder um den Effekt von langgezogenen Autolichtern zu erhalten, sollte Deine Shutter-Zeit zwischen 20 und 30 Sekunden liegen und Dein ISO bei 100. Um den Sternenhimmel zu fotografieren, solltest du Dir einen Ort suchen, mit wenig Fremdeinstrahlung von anderen Lichtquellen, außerdem darf kein Mond am Himmel sein, da dieser zu hell ist. Deine Shutter-Zeit sollte bei 30 Sekunden liegen, Dein ISO bei 800. Je nachdem wie Du deinen Weißabgleich einstellst, desto wärmer oder kälter wird das Bild. Diese Angaben gelten natürlich für die GoPro.

Wenn der Mond "im Weg" ist
Wenn der Mond "im Weg" ist

Die Perspektive macht's

Hierfür ist die GoPro natürlich prädestiniert. Gerne lege ich die Kamera direkt auf den Boden oder in den Sand. Wenn Peanut zum Beispiel am Strand im Sand buddelt, fotografiere ich ihn direkt von unten aus dem Loch heraus. Oft kannst Du die Kamera auch in einem Baum, einem Regal oder zwischen Brückenpfeilern positionieren. Je einmaliger Dein Winkel, desto besser.

Bei einer Spiegelreflexkamera solltest Du ordentlich mit dem Zoom spielen und die Bewegungen einfangen. Hierbei können tolle Effekte entstehen.

Herangezoomt
Herangezoomt
Sonnenuntergang mit dem Smartphone aufgenommen
Sonnenuntergang mit dem Smartphone aufgenommen

 

Wenn Du eine GoPro und einen Hund besitzt, dann lass deinen Hund gerne Kameramann/-frau spielen. Das Hundegeschirr von GoPro sitzt bequem, ist gepolstert und für Hunde zwischen 7 und 54kg Gewicht einstellbar. Du kannst die GoPro jeweils an Brust und Rücken montieren und einmalige Aufnahmen erhalten. Ich ziehe den Rücken vor, da man einfach mehr von der Umgebung sieht und auch schön der Blickrichtung des Hundes folgen kann.


Und das waren sie auch schon, meine kurzen und knackigen Tipps, wie Deine Urlaubsfotos demnächst sicherlich noch unvergesslicher werden. Ich will Dich auch gar nicht weiter aufhalten, viel Spaß beim los Fotografieren ;)

 

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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