STRANDLEBEN AUF OAHU

Heute bin ich hier, um euch den Tag zu versüßen und zwar indem ich euch die Möglichkeit liefere, zu den besten Stränden rund um Oahu, vor allem an der North Shore, zu flüchten.

Hawaii ist bekannt für seinen wunderschönen, ja teilweise sogar verlassenen Strände und sie sind ein Teil des tägliches Leben auf den Inseln. Familien treffen sich am Wochenende in einem der dutzenden Beach-Parks, um gemeinsam ein Barbecue zu veranstalten. Die Menschen kommen einfach nur so zusammen, um nach der Arbeit zu entspannen, um – natürlich – zu surfen, oder einfach den Profis dabei zuzusehen, wie sie ihr Ding im Wasser durchziehen und die Sonnenuntergänge sind eine spektakuläre Art und Weise, den Tag zu Ende gehen zu lassen. Also, taucht, während eures Aufenthalts in Hawaii, in das Strandleben und die Aloha-Lebensweise ein.

 

Hier sind meine Top 10 Strände, die ihr gesehen haben müsst.

10. Waikiki Beach, Honolulu

Eigentlich gibt es für mich nur einen Grund, um euch einen der berühmtesten Strände auf der Welt zu empfehlen und dieser wäre der Sonnenuntergang. Waikiki liegt direkt im Touristenzentrum von Honolulu. Wolkenkratzer und Hotels erheben sich im Hintergrund in die Lüfte, einzelne Geschäfte und Shopping Malls, wohin das Auge sieht. Da ist schon einiges los und wir sind nur in Waikiki gelandet, da wir an diesem Tag den Diamond Head Crater Trail (meine Wander-Empfehlungen für Hawaii gibt es hier nachzulesen), direkt in der Nähe, gewandert sind. Die Atmosphäre ist allerdings nicht allzu schlecht. Fast jeder ist gut gelaunt, abseits der Touristenpfade befindet ihr euch allerdings wirklich nicht und wenn ihr auf der Suche nach einem verlassenen und entspannten Strand seid, dann ist hier auch nicht der richtige Ort, aber Waikiki Beach hat diesen sensationellen Sonnenuntergang zu bieten, den ihr ganz besonders an einem klaren Tag erleben solltet. Die Sonne senkt sich in das Meer und taucht den Himmel hinter den Palmen in ein feuriges Rot. Also entspannt euch ruhig am Waikiki Beach, wenn ihr den Diamond Head Crater Trail gelaufen seid, es ist den Besuch absolut wert.


9. Kahana Bay, Hauula

Kahana Bay ist das absolute Gegenteil von Waikiki Beach. Umgeben von den Koolau Bergen findet ihr diesen Hufeisenförmigen und nicht überfüllten Strand an der Windward Coast von Oahu, direkt neben dem Kamehameha Highway. Es sah ganz danach aus, als wäre dieser Strand ein guter Spot um surfen zu lernen, da die Wellen gleichmäßig und nicht allzu groß waren. Mit einer Erlaubnis könnt ihr sogar vor Ort campen.


8. Ali'i Beach Park, Haleiwa

Das Leben in Haleiwa, einer kleinen Surferstadt, findet um den Ali'i Beach Park, direkt neben dem Hafen, statt. Trotzdem ist es hier nicht zu überfüllt, außer natürlich einer der wichtigsten Surf-Contests der Surfweltmeisterschaft – der Hawaiian Pro – findet hier statt. Wenn die Wellen groß sind, dann versammeln sich die Einheimischen, sowie Touristen am Strand und genießen ihren Tag, allerdings auf eine sehr entspannte Weise, wie so alles in Hawaii es zu sein scheint.

 

Der Strand selbst ist nicht allzu groß, aber sauber und mit einem schönen, hellbraunen Sand. Das Wasser ist klar und es der perfekte Ort, um Honus, die Hawaiianischen grünen Meeresschildkröten, dabei zu beobachten, wie sie an Land kriechen oder man schnorchelt einfach selbst. Dafür müssen die Wellen allerdings ruhiger sein. Ali'i Beach Park ist ebenfalls ein guter Ort, um surfen zu lernen, da es, neben größeren Wellen weiter draußen, auch kleine Wellen in Strandnähe gibt.


7. Waimea Bay

Jeder, der sich ein bisschen für Surfen interessiert, hat vermutlich schon einmal von der berühmten Waimea Bay gehört. Es ist der Ort, an dem The Eddie stattfindet, einer der wichtigsten und auch besondersten Surfing Contests, die es gibt. Der Contest findet statt, wenn „the bay calls the day“ und dafür müssen die Wellen mindestens eine Höhe von über 9 Meter haben. Aufgrund der speziellen Anforderungen für diesen Contest hat er allerdings in den letzten 32 Jahren erst neunmal stattgefunden. Die Wellen sind allerdings nicht immer riesig bei Waimea Bay. Es ist ein breiter und wunderschöner Sandstrand, direkt hinter dem Waimea Valley, der einem genug Möglichkeiten zum Picknicken oder Sonnenbaden bietet. Wie eigentlich immer ist auch hier das Wasser klar und an Tagen ohne hohen Wellengang kann man sogar von den Felsen, auf der rechten Seite des Strandes, ins Meer springen, aber seid euch bewusst darüber, dass das Meer bei Waimea Bay ziemlich reißend sein kann.


6. Laniakea Beach

Laniakea Beach ist auch bekannt als Turtle Beach und zu finden zwischen Pupukea und Haleiwa. Ihr könnt den Strand nicht verpassen, davdie Autos dort entlang des Highways parken. Laniakea ist bekannt dafür, um dort die Honus zu beobachten, ich bevorzuge hierfür allerdings den Ali'i Beach Park. Es ist weniger überfüllt dort und es quetschen sich nicht zehn Menschen um eine Schildkröte herum und trotzdem ist Laniakea ein fantastischer Strand. Je weiter ihr nach links lauft, weg von den Schildkröten-Touristen, desto leerer wird es auch.


Es ist ein großartiger Ort, um den berühmten Hawaiianischen Shore Break zu beobachten. Der schwere Sand ist wunderschön, die Umgebung sauber und man kann die tollsten Strandgrundstücke entdecken, die es wohl so gibt. Warnung: leichte Eifersucht vorprogrammiert.


5. Velzyland Beach

Dieser Strand ist ohne Zweifel einer der Schönsten, den ich je gesehen habe. Türkises Wasser entlang eines weitläufigen und fast leeren, weißen Sandstrand. Palmen und die Hawaiianische Pflanzenwelt im Hintergrund. Wenn ihr nach diesen Szenen aus den Reisekatalogen sucht, dann ist hier euer Spot. Velzyland Beach findet ihr direkt hinter Sunset Beach und dem Kaunala Gulch.


4. Der Strand ohne Namen

Das ist mein kleiner Geheimtipp. Dieser Strand hat weder einen richtigen Namen, noch einen offiziellen Beach Park. Es gibt einzig und allein einen ungeteerten, kleinen Parkplatz davor und ihr könnt ihn am Kamehameha Highway finden, wenn ihr in Richtung Turtle Bay Resort fahrt, hinter Pupukea. Der Strand selbst ist nicht allzu groß. Die einzigen Menschen, die wir vor Ort getroffen haben, waren zwei Einheimische beim Angeln. Es gibt ein Riff, dessen Felsen aus dem Wasser ragen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Riff niemals komplett im Wasser verschwindet, ihr solltet also auf die Strömung achten, wenn sich das Meer zurück zieht. An diesem Tag waren die Wellen eher klein, das Wasser ist kristallklar dort und verwandelt sich weiter draußen in eine Mischung aus knallblau und türkis. Der Sand ist ebenfalls weiß.



3. Shark's Cove

Shark's Cove ist leicht zu finden. Direkt gegenüber von Foodland, mit einem Parkplatz davor und neben der örtlichen Feuerwehr. Keine Sorge, dort gibt es nicht wirklich Haie. Die Steinformationen unter Wasser sollen aus der Luft wie ein Hai aussehen, daher trägt Shark's Cove seinen Namen. Es ist der perfekte Ort zum Schnorchel, mit seinem reichhaltigen Meeresleben. Ich kenne mich ja mit Fischarten nicht aus, aber man kann unglaublich viele und bunte Fische dort finden und das Wasser ist so klar, als würde man durch Glas laufen. Aber seid vorsichtig, die Steine haben scharfe kannten und beim darüber klettern sollte man auf die Seeigel achten.



2. Banzai Pipeline

Kaum jemand kenn den Strand direkt vor Pipeline bei seinem richtigen Namen: Ehukai Beach Park. Jeder nennt ihn einfach Pipeline Beach, aufgrund einer der berühmtesten und auch gefährlichsten Surfspots, der sich vor dem Strand erstreckt. Es gibt drei verschiedene Riffs im Wasser, die für die Wellen im seichten Wasser von Pipeline verantwortlich sind. Je weiter man nach draußen kommt, desto größer werden auch die Wellen, was es auch für die Surfer so gefährlich macht, von ihren Boards zu fallen und sich den Kopf am Riff zu verletzen. Es ist definitiv ein besonderer Ort und nicht nur, um den dutzenden von Surfern dabei zuzusehen, wie sie um die beste Welle kämpfen.

Neben den Häusern der Einheimischen, besitzen die großen Surfmarken, wie z.B. Volcom, Häuser vor Ort, in denen sie die professionellen Surfer, welche sie sponsern, für den Winter in Hawaii unterbringen. Dann, wenn die Wellen am größten sind. Es sind auch einige Leute vor Ort, der Strand ist allerdings sehr groß und so verlaufen sich die Massen und es kommt einem nicht zu voll vor. Ich hatte ja die Befürchtung, das Pipeline ein kleiner „show-off“ Strand sein könnte, mit all den Profisurfern und den Frauen, die ihre Hintern und ihren Vorbau präsentieren, um die Surfer zu beeindrucken, aber ich lag falsch. Natürlich gibt es ein paar von diesen Mädels und auch ein paar von den Surfern, die wirklich angeben wollen, aber ansonsten ist es einfach nur eine angenehmen, entspannte Atmosphäre. Man kommt hier her, um abzuschalten, eine gute Zeit zu haben, wenn man selbst nicht surft, die Wellen zu beobachten und auf den Sonnenuntergang zu warten. Hunde buddeln im Sand, der eine hübsche gold-gelbe Farbe hat und fast wie Sesam aussieht, sobald er an einem klebt und die Palmen im Hintergrund perfektionieren das Bild.

1. Sunset Beach

Trommelwirbel. Tada! Das ist er, meine absolute Nummer eins, mein liebster Strand auf Oahu – Sunset Beach. Ebenfalls ein berühmter Big Wave Surfspot während des Winters und der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Es ist absolut fesselnd, wie die Sonne im Meer verschwindet und den Himmel von verschiedene gold-gelben Schattierungen in ein feuriges Rot, gefolgt von einem Knallpink und einem Tupfer Lila am Ende taucht, während sie das Wasser erst in flüssiges Gold, gefolgt pink-blauen Mischung, umwandelt.  


Während des Tages wechseln die Farben Babyblau und Türkis im Meer, der Strand fällt in Richtung Wasser ab und bietet somit die perfekte Aussichtsplattform, über die gesamte Szenerie und die Surfer, die versuchen durch den starken Shore Break, der am Sunset Beach vorherrschen kann, zu kommen. Der Sand hat hier ebenfalls eine besonderer Textur, die ich so noch nie gesehen habe. Er ist schwer, ziemlich klebrig und gold-weiß gefärbt. Aufgrund der Schwere des Sandes, bleibt das Wasser trotz Wellengang klar, da der Sand nicht so sehr aufgewirbelt wird.


Wie ihr also sehen könnt, es gibt Unmengen von tollen Orten auf Oahu, um einen Tag am Strand oder einen wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen, vor allem an der North Shore. Hawaii wird nicht nicht umsonst Paradies genannt ;)

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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