MOTORWORLD CLASSICS BERLIN

Das Wochenende verabschiedet sich und mit ihm zusammen die zweite Motorworld Classics Berlin – eine Ausstellung auf dem Berliner Messegelände für all die alten Schmuckstücke, die Sammler und Autofans so hegen und pflegen. Ich war vor Ort, habe mir das ganze Mal angesehen und mein Fazit aus der Geschichte gezogen.

 

Was Autos betrifft, bin ich eigentlich die meiste Zeit typisch Frau. Ich interessiere mich nicht wirklich dafür, habe auch nicht wirklich Ahnung davon. Ich stehe nicht auf kleine und knallpink lackierte Knutschkugeln und überteuerten Sportwagen finde ich eigentlich ziemlich langweilig, aber wenn es um Oldtimer geht, dann bin auch ich am Start. Ein schicker Mustang oder ein Cadillac mit Weißwandreifen sind doch immer schön anzuschauen und genau damit hat nun die Motorworld Classics vom 07.10.16 bis zum 09.10.16 gelockt. Zehn Euro hat das Ticket gekostet und ist das gesamte Wochenende über gültig gewesen ( Der Normalpreis beträgt fünfzehn Euro).

Amphibienfahrzeuge gab es schon in den 60ern - jedoch ohne großen Erfolg
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Der Fiat 500L sieht heute doch etwas anders aus
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Roadtrip im Wohnwagen gefällig?
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Nicht alles, was glänzt, ist Chrom.
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Wir hatten uns den Samstag auserkoren, um die Messe zu besuchen und ich muss sagen, ich hatte ein klein wenig Bedenken. Die Motorworld war die dritte Veranstaltung auf dem Messegelände, welche ich besucht habe und die ersten beiden Mal, als ich vor Ort war, ging es dort am Wochenende so sehr zu, dass die beiden besagten Veranstaltungen nicht wirklich Spaß gemacht haben. Man wurde von den Massen quasi durch das Gelände hindurch geschoben und konnte sich eher selten etwas in Ruhe anschauen und auch mal stehen bleiben, aber die Motorworld hat mich vom Gegenteil überzeugt.

Es war wirklich angenehm, nicht zu voll, aber auch nicht zu leer. Man konnte sich in Ruhe alles anschauen, egal ob draußen oder drinnen und es trat einem nicht andauern jemand auf die Füße dabei. Der Aufbau der Ausstellung an sich ist allerdings noch ein wenig verbesserungswürdig Immer wieder bin ich über Autos gestolpert, die nicht wirklich etwas mit Oldtimern zu tun haben, wie zum Beispiel der Elektro SUV von Tesla – Model X. Nett anzuschauen, klar, aber eben auch kein Oldtimer. Genauso waren, meiner Meinung nach, einfach zu viele Stände vor Ort, die so etwas wie Souvenirs verkauft haben. Uhren, Schilder, Bücher, ja sogar Kleidung gab es und ich glaube kaum, dass jemand, der eine Oldtimer-Ausstellung besucht, plant sich neu einzukleiden. Nun ja, alles Ansichtssache.Ansonsten gibt es nicht wirklich etwas zu meckern. Ich hatte mir ein paar mehr amerikanische Marken erhofft vorzufinden, denn am meisten war wirklich Porsche mit seinen alten Rennautos vertreten, aber dennoch war es wirklich interessant.


Vor allem der Privatverkaufsmarkt im Aussengelände. Einfach mal zu sehen, was so ein Oldtimer denn wirklich kostet. Besagte Autos, die zum Verkauf standen, wurden von einem Moderator vorgestellt und ich muss sagen, der Mann hatte wirklich Ahnung. Leider hatte ich meine Kreditkarte nicht dabei und konnte somit auch nicht zuschlagen, aber vielleicht ja nächstes Jahr (kleiner Scherz am Rande).

Highlights waren natürlich der Wagen, dessen Besitzer einst Elvis Presley war, das gute Stück stand allerdings nicht zum Verkauf, und ein Auto, bei dem es sich sozusagen fast noch um einen „Neuwagen“ handelte. Ein Scheunenfund mit nur 26km auf dem Tacho. Unter der dicken Staubschicht lässt sich sicherlich ein ziemlich schicker Käfer finden.

Fazit: es lohnt sich, der Motorworld Classics einen Besuch abzustatten. Der Preis ist absolut in Ordnung und man bekommt einiges für sein Geld geboten. In Zukunft vielleicht etwas weniger Porsche und etwas mehr von Cadillac, Buick oder auch der ein oder andere Chevrolet und es ist perfekt. Also, wenn ihr 2017 zur Motorworld Classics in Berlin seid, dann stattet dem Ganzen doch einfach mal einen Besuch ab und verbringt einen Nachmittag in der Vergangenheit.

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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