EIN HUNDELEBEN

Es gibt sie noch. Die Ecken, an denen man sich auch mit Hund wohlfühlen kann. An denen man nicht Angst haben muss, dass hinter dem nächsten Busch gleich eine Schlingfalle versteckt ist oder Giftköder ausgelegt wurde. Dass man nicht von irgendwelchen Hundehassern dumm angeredet oder beleidigt wird.

Wenn auch nicht in Berlin, sondern etwas außerhalb im kleinen Ort Ruhlsdorf. Dort, am Bernsteinsee, ist die Welt noch in Ordnung.

Entweder man besucht das abgegrenzte Strandbad, in dem verständlicherweise keine Hunde erlaubt sind, oder man schlägt sich durch den kleinen Wald zum Rand des Sees.

Dort dürfen Hund und Mensch gemeinsam noch offiziell baden. Der See ist einer der klarsten, den ich jemals gesehen habe. Was wohl auch daran liegen mag, dass hier noch darauf geachtet wird, dass kein Dreck liegen bleibt. Keine Plastikverpackungen vom Grillen in den Büschen hängen und Hundebesitzer keine Haufen liegen lassen. Ein entspanntes Miteinander, das sich so in Berlin nicht mehr finden lässt, wenn man sich zum Beispiel den Kiessee in Arkenberge anschaut.

Überall Müll von den hunderten Leuten, die hier bei gutem Wetter Abends feiern und mit Hund kann man dort schon seit über einem halben Jahr nicht mehr baden gehen, da überall Schlingfallen und mit Rasierklingen präparierte Köder ausgelegt werden.

Ich hoffe wirklich, dass alle zusammen dafür sorgen, dass es am Bernsteinsee auch in Zukunft so harmonisch und sauber bleibt. Hundebesitzer, sowie andere Besucher. Hier ist jeder willkommen und niemand stört sich groß am anderen.

Es ist eine willkommene Erholung vom Großstadtgetümmel, wenn man mal nicht hunderte von Kilometern an die Ostseeküste fahren möchte oder seinen Hund irgendwo unterbringen will, um weiter weg zu kommen.

Also, genießt den Spätsommer im Herbst und lasst euch von Peanut die Umgebung zeigen.

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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