EIN BETT IM PARADIES - COSTA RICA HOTEL GUIDE

Wer in den Urlaub fliegt und nicht unbedingt in einer Hängematte, im Zelt oder auf der nächsten Parkbank übernachten will, der braucht meistens ein Hotel oder eine Ferienwohnung. Die Suche nach der Unterkunft gestaltet sich häufig allerdings schwierig und ist sehr zeitaufwändig. Das Internet ist voll von Hotels und deren Bewertungen, die jedoch nicht immer wirklich zuverlässig sind.


Booking.com bietet zum Beispiel relativ gute Angebote zu ausgewählten Hotels an, jedoch habe ich bei den Bewertungen schon negative Erfahrungen gemacht. Die Bewertungen auf Tripadvisor sind jedoch wieder verlässlicher, dort kriegt man jedoch meistens auch nur einen höheren Preis für die Unterkunft, die man sich letztendlich ausgesucht hat. Es ist verzwickt und gehört so einiges dazu, dass man bei der Auswahl seiner Schlafstätte letztendlich nicht enttäuscht wird. Ich hab schon so manche Stunden vor meinem Laptop verbracht und einzelne Bewertungen auf verschiedenen Homepages verglichen, um die passende Unterkunft vor meiner Reise ausfindig zu machen. Um euch das Leben ein bisschen zu erleichtern, liefere ich euch einen kleinen Hotel-guide zu den Orten, die ich schon besucht habe und vielleicht erspare ich euch damit ein bisschen Zeit und Ärger.

hotel flying crocodile

Los geht es wie immer an einem meiner liebsten Orte, ihr habt es vermutlich schon erahnt – Costa Rica und wenn wir von Costa Rica sprechen, dann muss ich natürlich als aller erstes mal wieder ein wenig familiäre Eigenwerbung machen für das Hotel Flying Crocodile.

Aber das Flying Crocodile ist nicht nur ein tolles Hotel, weil es meiner Tante gehört, nein, es ist ein wirkliches Schmuckstück, dass euch Costa Rica ganz nahe bringen wird.


hr findet das Hotel am Playa Buena Vista, ungefähr sieben Kilometer Luftlinie vom bunten Dörfchen Sámara entfernt. Mitten im Dschungel und der Natur eingebettet, liegt mein kleines Paradies, dass ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Hier könnt ihr den Affen beim kletter zu sehen, euch die Hängematte mit den Leguanen teilen oder die Geckos beim Klettern beobachten. Zu Fuß sind es nur rund fünf Gehminuten bis zum menschenleeren Strand Buena Vista, der sich bis kurz vor Sámara erstreckt.


Das Flying Crocodile besteht aus neun Lodges, die Platz für circa zweiunddreißig Bewohner bietet, wenn das Hotel ausgebucht ist, und sich preislich zwischen 50 und 75 Dollar pro Person in der Hauptsaison befinden. Es gibt eine Pool Bar, freies Internet, Tischtennis und Billard stehen ebenfalls zur Verfügung. Zum Frühstück wird ein kleines Buffett mit frischem Obst, Toast, Marmelade, Wurst, Käse und Gemüse aufgefahren, man kann sich Eier zubereiten lassen und es gibt natürlich Kaffee, Tee sowie jeden Morgen einen anderen Smoothie. Abends kann man zwischen drei Gerichten auswählen, die ebenfalls frisch und mit viel Liebe zubereitet werden. Zur Mittagszeit bietet das Flying Crocodile eine kleine Mittagskarte an, aus der man, unter anderem, zwischen Burgern und Salat wählen kann, falls man sich einmal einen Ruhetag im Hotel gönnt und nicht die Umgebung erkundet, am Strand ist, beim reiten oder schnorcheln.


escencia hotel

twas weiter die Guanacaste-Halbinsel runter, in Mal Pais, befindet sich das Escenica in Playa Santa Teresa. Bei meinem damaligen Besuch in Santa Teresa kamen wir relativ spät am Nachmittag an, da die Anreise wirklich nicht die einfachste ist. Auch hatten wir kein Zimmer reserviert, da es sich im Juli um die Nebensaison handelte und man fast immer als Walk-In ein Hotelzimmer bekommt. Nachdem uns zwei Unterkünfte eher abgeschreckt hatten, entschieden wir uns dazu, uns das Escencia Hotel & Villas anzusehen.


Das Hotel macht einen relativ schicken und teuren Eindruck und wir hatten schon befürchtet, dass wir uns nie und nimmer eine Nacht hier leisten könnten, trotzdem wurden wir positiv überrascht. Entweder man bucht eine kleine Ferienwohnung oder eben ein Zimmer im Hauptgebäude des Hotels, Frühstück ist inklusive und kann an der Pool Bar abgeholt werden und mit auf das Zimmer genommen werden.


Die Anlage ist äußerst gepflegt und sehr schön, ebenso wie die Zimmer. Die nette Frau am Empfang hatte sich tausendmal entschuldigt bei uns, da sie nur noch ein Doppelzimmer mit einem Kingsize Bett zur Verfügung hätten und keine zwei getrennten Betten. Was jedoch kein Problem war, da das Bett so riesig war, dass man sich darin nicht wirklich in die Quere gekommen ist. Pro Person haben wir rund 45 Dollar für die Nacht im Escencia bezahlt. Zum Strand ist es nur ein kurzer Weg über die Straße, die man nicht wirklich als eine bezeichnen kann. Die Anlage selbst ist mit einem Pool ausgestattet und liegt am Hang eines Berges, der über und über mit Palmen besetzt ist. Ein aufziehendes Gewitter machte unseren Ausblick über die Anlage besonders spektakulär. Das Frühstück besteht aus Obst, einem Saft, der etwas gewöhnungsbedürftig schmeckt, Toast und Joghurt. Ein kontinentales Frühstück eben. Das Escencia liegt im Herzen von Santa Teresa und ist definitiv eine Reise wert.


playas del coco

Von Mal Pais geht es wieder weiter rauf, an der Küste der Guanacaste Halbhinsel, ins „Flachland“ von Costa Rica. Nämlich in die Gegend um Liberia herum - Playas del Coco.

Playas del Coco ist eine kleine Stadt, die mehr auf Tourismus ausgelegt ist, wie Sámara und Santa Teresa. Das Meer hat hier den Vorteil, dass es so gut wie kaum Wellen und somit auch so gut wie kaum Strömungen gibt. Fischerboote zieren den Strand von Coco.


Die Hotelauswahl ist hier nicht wirklich einfach. Ein Großteil der Hotels ist zwar günstig, jedoch nicht wirklich bewohnbar. Wenn man nur 30 Dollar pro Nacht bezahlen möchte, bekommt man auch nur ein unsauberes Zimmer, ohne Klimaanlage und es ist in dieser Gegend ziemlich heiß. Ich war bereits zweimal in Coco und beide male im Toro Blanco. Eigentlich kann ich das Hotel empfehlen. Es ist sauber, sehr schön her gerichtet. Die Zimmer sind nicht zu klein und mit einer guten Klimaanlage, Kühlschrank und kleiner Einbauküche ausgestattet. Es gibt einen großen Pool und eine dazugehörige Pool Bar. Auch bei der Lichtgestaltung hat man sich Gedanken gemacht. Jetzt kommt allerdings der große Haken. Beide Male war ich außerhalb der Saison vor Ort. Beim ersten Mal haben wir für zwei Nächte pro Person 60 Dollar gezahlt. Soweit, ganz in Ordnung. 30 Dollar pro Tag für so ein Zimmer, da kann man absolut nicht meckern, vor allem wenn man die anderen Zimmer für 30 Dollar zuvor gesehen hat, auch wenn kein Frühstück mit dabei ist. Bei meinem zweiten Besuch, dieses Jahr, ebenfalls in der Nebensaison wurden wir allerdings um rund 45 Dollar vom Hotelbesitzer abgezockt. Leider ist uns das Ganze erst im Nachhinein aufgefallen, als es schon zu spät war zurück zu kehren. Wenn ihr euch also doch für das Hotel entscheidet, dann zählt euer Geld genau ab und handelt einen genauen Preis aus, wenn ihr als Walk-In hereinschneit.


Rustic lodge

Als nächstes verlassen wir die Halbinsel Guanacaste und fahren ins Landesinnere und in die Berge nach Monteverde. In Santa Elena, nahe des Cloud Forest und den Hanging Bridges, findet man die Rustic Lodge. Eine wunderschöne kleine Lodge, die mit viel Liebe zum Detail von den sehr freundlichen Besitzern geführt wird. Wir waren im ersten Moment etwas verwundert, als wir unser Zimmer betraten und nur einen Ventilator und keine Klimaanlage vorfanden, Abends wussten wir dann allerdings auch warum es keine Klimaanlage gab. In Monteverde kühlt es auf rund siebzehn Grad ab Nachts. An den Zimmern gibt es nichts zu beanstanden. Sie sind sehr groß, sauber, die Betten sind bequem und die Badezimmer sind ebenfalls modern. Unsere Dusche war so groß, dass man sie auch zu fünft gleichzeitig nutzen hätte können. Auch hier gibt es freies Wlan und Frühstück ist im Preis mit einbegriffen. Das Frühstück wird hier ebenfalls frisch zubereitet und serviert. Es gibt Eier, Obst und Toast. Dazu Marmelade und Butter. Man kann zwischen Kaffee und Tee wählen, dazu gibt es Saft. Wir hatten durch meine Tante einen Sonderpreis für unser Dreierzimmer erhalten, aber normalerweise bezahlt man circa 41 Dollar pro Person, pro Nacht im geräumigen drei-Bett-Zimmer. In der Rustic Lodge wird man wärmstens Willkommen geheißen und bekommt zusätzlich noch wertvolle Tips für die umliegenden Naturschutzgebiete.


hermosa beach house

Wenn ihr surft, dann habt ihr vermutlich schon von Playa Hermosa gehört, außerhalb von Jacó. Costa Ricas berühmtester Surfstrand. Wellen, schwarzer Sand und Palmen zeichnen das Bild an diesem Ort. Auch hier waren wir wieder als Walk-In unterwegs, da es sich um die Nebensaison handelt. Als Walk-In könnt ihr teilweise sogar noch einen günstigeren Preis für ein Zimmer aushandeln. Allerdings ist in Playa Hermosa/Jacó Vorsicht geboten bei der Hotelauswahl.


Die Stadt und die Umgebung ist von Amerikanern beherrscht, was im Grunde genommen nicht schlimm ist, hier besteht allerdings auch große Gefahr, dass man abgezockt wird und in einer Absteige landet, oder so wie wir, einfach an einen Hotelbesitzer gerät, der einen verdammt schlechten Tag zu haben scheint.

Wir wollten nicht in Jacó unterkommen und sind deshalb nach Playa Hermosa gefahren. Als erstes sind wir dort im Las Brisas aufgeschlagen. Im ersten Moment waren wir uns nicht sicher, ob das wirklich der Hotelbesitzer ist, der da nur in Bordshorts vor uns steht und uns anmotzt, was wir hier suchen. Die Anlage sah eigentlich recht nett aus, aber als wir versuchten mit dem netten Herren zu verhandeln, da er rund 80 Dollar von uns wollte, für ein winziges Zimmer, wurde er ziemlich schnell, ziemlich wütend und begann uns zu beschimpfen und zu bedrohen. In den Bewertungen auf Tripadvisor kann man sehen, dass es sich hierbei um keinen Einzelfall handelt. Wir sind dann ein Stückchen weiter gefahren und letztendlich im Hermosa Beach House gelandet, für 30 Dollar pro Person für die Nacht.

Das Zimmer war okay. Es gab einen Fernseher, Klimaanlage, einen Kühlschrank und natürlich ein Bad, auch Wlan war vorhanden. Das Doppelbett war allerdings eine Katastrophe und es ekelte einen ein wenig darin zu schlafen, da es schon ziemlich vergammelt roch. Warmes Wasser gab es hier auch nicht und es gab auch noch die freudige Begegnung mit einer riesigen Kakerlake. Todesmutig habe ich sie dann getötet. Ich glaube, so platt war noch keine Kakerlake in ihrem Leben, nachdem ich mit ihr fertig war. Frühstück wird im Hermosa Beach House nicht angeboten, dafür ist die Lage des Hotels wirklich einzigartig. Wenn man im großen Pool liegt, sieht man direkt dahinter den Strand und das Meer. Die Hotelanlage ist fast schon in den schwarzen Sand hineingebaut worden. Das alles macht das restliche Chaos wieder ein wenig wett. Im Grunde genommen ist das Hotel in Ordnung, wenn man das ein oder andere Auge zudrücken kann. Eine Nacht hält man es dort auf jeden Fall aus. Nur Vorsicht vor den Kakerlaken.


our casa guesthouse

Meine letzter Stop befindet sich in Matapalo, hinter dem berühmten Nationalpark Manuel Antonio. Dort befindet sich das Our Casa Guesthouse. Ein kleines Ferienapartment, dass von den Besitzern des Hauses vermietet wird. Platz ist dort drinnen für genau zwei Personen. Es gibt eine Klimaanlage, jedoch kostet die Nutzung dieser 10 Dollar Aufpreis pro Tag. Ansonsten haben wir insgesamt 30 Dollar pro Nacht gezahlt – zu zweit.


Das Schlafzimmer ist auch zugleich Aufenthaltsraum und Küche, es gibt einen Herd mit Ofen und einen Kühlschrank, aber es reicht völlig aus. Wenn ihr keine Klimaanlage nutzen wollt, gibt es natürlich einen Ventilator. Wir haben es jedenfalls ohne Klimaanlage ausgehalten. Das Bad ist sauber und geräumig. Internet gibt es auch, das funktioniert jedoch nicht immer – was in Costa Rica auch einfach dazu gehört. Das Guesthouse liegt wirklich nur 200 Meter vom Strand entfernt. Man läuft durch ein paar Palmen hindurch und schon erstreckt sich der fünfundzwanzig Kilometer lange Strand von Matapalo vor einem. Man könnte sogar bis nach Manuel Antonio laufen. Der Strand ist, wie meistens in Costa Rica, nicht überlaufen, es sind kaum Menschen vor Ort, das Wasser ist jedoch nicht ungefährlich. Es gibt Rip Currents und einige Stachelrochen. Trotzdem ist es sehr schön. Vergesst nicht euch etwas zu essen mit zu bringen, da der nächste große Supermarkt gut eine halbe Stunde Fahrtzeit entfernt liegt. Wenn ihr Touren plant, hilft euch der Besitzer des Guesthouses – Holger – gerne weiter. Zum reiten eignet sich Matapalo übrigens besonders gut. Dort gibt es eine Schweizerin, die Reittouren entlang der Mangroven und am Strand anbietet und deren Pferde wirklich gut gepflegt sind und gut im Futter stehen. Wir hatten sogar das Glück, dass wir ein Faultier auf unserem Reitausflug zu Gesicht bekamen.

Playa Matapalo
Playa Matapalo
Nationalpark Manuel Antonio
Nationalpark Manuel Antonio

Und das waren sie dann auch, meine Hoteltips und Empfehlungen für Costa Rica. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen. Nehmt euch die Zeit und seht euch das Land an, es gibt wirklich einiges zu entdecken.

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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