FÜHR' MICH ZUM ESSEN AUS - INTERNATIONALER FOODGUIDE

Heute dreht sich alles um gutes Essen und einige der besten Restaurants, die ich auf meinen Reisen um die Welt erleben dürfte. Wir fliegen zum Burger essen nach Texas, es gibt mexikanisch in New York und wir besuchen ein traditionelles Diner, gesundes Fast Food in London und Fisch in Costa Rica.

Costa Rica

Als erstes geht es nach Manuel Antonio, sieben Kilometer südlich von Quepos, an der Pazifikküste. Dort findet ihr das Restaurant El Avión. Verpassen könnt ihr es eigentlich gar nicht, denn es ist das einzige Restaurant in der Umgebung, dass um ein altes Flugzeug herum gebaut wurde. Man kann nicht nur im Frachtraum des Flugzeuges, der ebenfalls eine Bar bietet, Platz nehmen, sondern auch auf der Terrasse und den unglaublichen Ausblick über die Klippen, auf das Meer hinunter, genießen. Ein ziemlich guter Spot übrigens, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Das El Avión in Manuel Antonio
Das El Avión in Manuel Antonio

Unser Kellner war unglaublich nett und hat nicht nur Spanisch sondern auch Englisch gesprochen. Zwar sollte man in Costa Rica relativ häufig Fisch essen, da er dort wirklich richtig gut ist, allerdings hatte ich im El Avión das Chicken Sandwich und das war verdammt lecker. Der Preis hat sich ebenfalls und überraschender Weise absolut in Grenzen gehalten, nur elf Dollar. Ich empfehle euch allerdings immer in Colones zu bezahlen, wenn ihr in Costa Rica essen geht. Als Tourist bekommt man immer einen schlechteren Dollarkurs.

Weiter geht es nach Playa Santa Teresa, fast and der Spitze der Halbinsel Guanacaste. Etwas weiter unterhalb von Santa Teresa findet ihr die Nativo Sports Bar. Bringt etwas Zeit mit, es war unglaublich voll und wir mussten ziemlich lange auf unser Essen warten, das war es aber definitiv wert. Den Fisch in Jalapeño-Käse-Soße smuss man probiert haben.Weiter rauf geht es in das kleine Dorf Esterones – mal abgesehen davon, dass es im Flying Crocodile bei meiner Tante das beste Essen überhaupt gibt, familiäre Eigenwerbung ist immer erlaubt ;) - kann man dort auch in der Ferreteria Coyote einkehren. Ein kleines, einheimisches Lokal. Riesen Portionen – denkt nicht, dass ihr die Nachos jemals alleine schaffen würdet - super leckerer und frischer Fisch und netter Flair. Allerdings müsst ihr auch hier wieder etwas Zeit mitbringen. Pura Vida halt.

Noch weitere siebzehn Kilometer die Küste rauf, am Playa Garza, gibt es, direkt neben dem Parkplatz vor dem Strand, ein kleines Restaurant, dass man eigentlich gar nicht als ein solches identifizieren würde. 

Ich glaube, es hat nicht einmal einen Namen. Man erkennt es allerdings an den, vom Besitzer selbst handgefertigten, Sitzmöbeln und Tischen aus Treibholz und dort gibt es den besten Fisch, den ich in Costa Rica je gegessen habe. Ich weiß nicht einmal, was für Fisch es war. Das Gericht heißt einfach nur 'fish in white sauce', aber er schmeckt so unglaublich gut, dass man sich fast reinlegen könnte. Außerdem hat man einen tollen Blick auf den so gut wie immer leeren Strand von Garza.


USA

Weiter geht es in die Stadt, die niemals schläft an – New York City. Das Mexican Festival findet ihr Broadway 2672 West, Ecke 102 Street. Das Mexican Festival Restaurant bietet, wie der Name es bereits erahnen lässt, traditionelle mexikanische Küche. Es gibt unterschiedliche Angebote für Lunch und Dinner, sowie eine Vorspeisen- und eine Nachspeisenkarte und Brunch. Das Restaurant gehört nicht gerade zu der günstigsten Preisklasse in Manhattan, allerdings müsst ihr in Manhattan schon zu McDonalds laufen, wenn ihr einigermaßen günstig essen wollt. Ich hatte das Sabana de Pollo Rollo – Hühnchen mit Käse und Gemüse – für 23 Dollar / 20 Euro und es war wirklich gut. Die Portion war ausreichend genug, man ist definitiv davon satt geworden. Zum Essen dazu gab es noch Guacamole, die frisch an unserem Tisch zu bereitet wurde. Ich muss leider dazu sagen, dass unser Kellner nicht gerade der aller freundlichste war, aber das gute Essen hat das ganze wieder wett gemacht.

Weiter geht es in das traditionelle Metro Diner auf der Upper West Side, 2641 Broadway, Ecke 100 Street. Das Diner sieht nicht nur von außen, sondern auch von innen wie ein Restaurant aus den fünfziger Jahren aus. Die Bedienung war sehr freundlich und die Portionen riesig. Der French Toast ist zum Frühstück zu empfehlen, ebenso wie der Spinatburger. Preislich liegt dieses Restaurant ebenfalls in der Mittelklasse, aber wie bereits erwähnt – wer in New York City essen gehen möchte, der muss meistens ein paar Dollar mehr hinlegen. Dafür bekommt man allerdings in diesem Diner auch etwas für sein Geld. Es gibt unter anderem auch Pancakes mit frischen Früchten, Pie, Fisch und Sandwiches.


Wir bleiben in den USA und reisen weiter nach Texas. Wenn man irgendwo einen guten Burger bekommt, dann in Texas. Den besten Burger habe ich dort allerdings nicht in irgend einem Restaurant in einer Stadt oder auf dem Dorf gegessen, nein, witzigerweise war es am Houston International Airport. Leider muss ich euch enttäuschen, ich habe mir wirklich den Kopf zerbrochen und den Food Court im Internet abgesucht, aber mir fällt der verdammte Name des Restaurants nicht mehr ein. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass wir von Terminal D abgeflogen sind und ich weiß ebenfalls noch, dass ich einen Chickenburger gegessen hatte. Es ist wie die Geschichte, die sich um den beste Burger aller Zeiten dreht, den Marshall aus how I met your mother jemals gegessen und nie wieder gefunden hat: ich weiß noch, wie das Restaurant aussah (es hatte eine dunkle Holzeinrichtung, wirkte wie eine alte Bar), dass der Burger wirklich, wirklich lecker war und dass es nicht wirklich teuer war. Falls einer von euch weiß, wovon ich spreche, jeder Tipp ist willkommen. Ansonsten schicke ich euch weiter auf die Suche nach dem besten Burger am Houston Airport.

Europa

Von den USA geht es zurück nach Europa und dieses Mal verrate ich euch sogar zwei Restaurants in Berlin. Einmal in Kreuzberg und einmal in Prenzlauer Berg. Das Mirchi findet findet ihr direkt am Görlitzer U-Bahnhof (U1), Oranienstrasse 204 und bietet Gerichte aus der Küche in Singapur an. Bei asiatischen Flair könnt ihr den besten Mango Lassi der Stadt genießen. Das Mittagsangebot gilt von 12 bis 17 Uhr und ihr bekommt zum Preis von 5.50 Euro eine Suppe als Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Naan-Brot dazu. Für die Vegetarier unter euch empfehle ich den Cheese Penang – hausgemachter Rahmkäse in Curry-Soße mit Gemüse. Für die Fleischfresser empfehle ich das Chicken Karma (nicht auf der Tageskarte zu finden) oder das Chicken Gaeng.

Es bleibt asiatisch, denn meine zweite Empfehlung ist das Thai Aroma, in der Dunckerstr. 18, im Helmholtzkiez in Prenzlauer Berg. Hier gibt es natürlich Thai-Food und Gerichte aus Vietnam. Das Restaurant ist relativ klein, mit nur wenigen Sitzmöglichkeiten draußen, dafür ist das Essen um so besser. Im Schnitt zahlt man 6,00 Euro für ein Gericht. Zu empfehlen sind hier, unter anderem, der Ananas-Minz-Shake und die Lychee Sprite, als Hauptgericht das Tofu in scharfer Knoblauchsoße oder das Hühnchen mit Gemüse in Massaman-Curry-Soße.


Von Berlin springen wir rüber auf die Insel und zwar nach London. Ja, auch die Engländer haben ihre Ecken, in denen man etwas Essbares bekommt, dass noch dazu ziemlich gut schmeckt. Jeder, der nach London fliegt, kriegt von mir den Auftrag zu Pret A Manger zu gehen. Eigentlich müsste jeder Pret kennen, man kann es ja auch kaum übersehen, da Pret A Manger sich mittlerweile an jeder zweiten Ecke in London befindet. Dort gibt es Fast Food auf die etwas andere Art und Weise, nämlich frisch gemacht und gesund. Neben Sandwiches gibt es Suppen, ein Frühstücksangebot, Obst und Salate. Zum Frühstück solltet ihr das Steel Cut Oatmeal mit Honig probieren. Das beste Sandwich ist absolut der Klassiker, das Matured Cheddar und wer etwas warmes zum Lunch braucht, dem lege ich Sweet Potato & Curry Cauliflower Quinoa Rice Pot wärmstens ans Herz, als Nachtisch noch einen Carrot Cake. Pret A Manger ist kein Geheimtip, da bin ich mir ziemlich sicher, aber es schmeckt einfach so gut und ist bedeutend besser als jegliches, andere Fast Food Restaurant in London.

Wenn ihr in Camden Town seid, dann solltet ihr euch definitiv durch den Food Court des Horse Stables Market durchprobieren. Hier gibt es den besten Rosenkohl, den ich jemals gegessen habe. Jeder wird jetzt aufschreien 'Gott, Rosenkohl, sowas ist doch kein Mensch!' - ich übrigens normalerweise auch nicht – aber dieser Rosenkohl, der dort von den Asiaten angeboten wird, zusammen mit einer Gemüsepfanne, ist einfach unglaublich. Aber keine Angst, der Food Court hat noch mehr zu bieten als nur Rosenkohl. Essen aus aller Welt wird frisch an den Ständen zubereitet.

Horse Stable Market, Camden Town
Horse Stable Market, Camden Town
Camden Town
Camden Town
Food Court im Horse Stable Market
Food Court im Horse Stable Market

Und das waren sie auch schon, meine besten Restauranttips um die Welt herum. Ich hoffe, ihr findet etwas, mit dem ihr euren Hunger stillen könnt.

Bis dahin, fröhliches Reisen.

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